25.11.2018

Vitamin-D-Mangel: das unbekannte globale Gesundheitsproblem

Vitamin-D-Mangel ist eine der häufigsten Erkrankungen weltweit. Schätzungsweise eine Milliarde Menschen leidet an einem erheblichen Vitamin-D-Mangel, fast die Hälfte der Weltbevölkerung hat einen leicht zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel. Mehr zu diesem eher unbekannten Gesundheitsproblem und seinen wichtigsten Warnzeichen und wie Sie es verhindern können, erfahren Sie hier.

Warum ist Vitamin D wichtig?
Vitamin D hilft unserem Körper Kalzium aufzunehmen, welches für die Gesundheit von Knochen und Muskeln lebenswichtig ist. Ein Mangel an Vitamin D kann zu Knochenerkrankungen wie Rachitis bei Kindern und Osteomalazie bei Erwachsenen führen. Neuere Studien deuten ausserdem darauf hin, dass Vitamin D das Risiko für die Entwicklung von Volkskrankheiten – wie Krebs und Typ-II-Diabetes – mindern kann.

Wie kommt mein Körper zu Vitamin D?
Unsere Hauptquelle für Vitamin D ist die Sonne. Ist unsere Haut dem Sonnenlicht ausgesetzt, produziert unser Körper Vitamin D. Deshalb wird es auch oft als Sonnenschein-Vitamin bezeichnet.

Wer ist am anfälligsten für einen Vitamin-D-Mangel?
Es gibt bestimmte Gruppen, die einem erhöhten Risiko für einen Vitamin-D-Mangel ausgesetzt sind. Dazu gehören:

  • Menschen, die nur wenig Sonnenlicht abbekommen, weil sie entweder in höheren
  • Breitengraden oder stark verschmutzten Gebieten leben, oder einfach zu wenig Zeit
  • im Freien verbringen.
  • Menschen mit dunkler Haut, da sie mehr Sonneneinstrahlung benötigen, um
  • genügend Vitamin D aufzunehmen.
  • Schwangere und stillende Frauen, da der Nährstoffbedarf ihres Babys den Vitamin-DSpiegel
  • in ihrem Körper senken kann.
  • Ebenso haben gestillte Babys ein höheres Risiko – dies gilt jedoch nicht für Babys mit
  • anderer Babynahrung, da diese üblicherweise mit Vitamin D angereichert ist.
  • Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden, wie Darmproblemen oder Übergewicht, denn dadurch kann die Vitamin-D-Aufnahme beeinträchtigt werden.

Überraschenderweise ist Vitamin-D-Mangel auch in Teilen der Welt mit viel Sonnenschein sehr verbreitet – etwa in Asien, Afrika und dem Mittleren Osten. Dies könnte auf das sehr heisse Klima zurückzuführen sein, das die Menschen daran hindert, viel Zeit im Freien zu verbringen. Auch kulturelle Praktiken und das Verdecken der Haut könnten in diesen Gebieten zu einem Mangel beitragen.

Wie sehen die Symptome eines Vitamin-D-Mangels aus?
Viele Betroffene wissen gar nichts von ihrem Mangel, denn die Symptome sind meist unauffällig und unspezifisch. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Depressionen oder Stimmungsschwankungen
  • Knochen- und/oder Muskelschmerzen
  • Spröde Knochen oder Brüche
  • Geschwächtes Immunsystem (z. B. häufige Erkältungen)
  • Verminderte sportliche Leistung oder Ausdauer

Wie kann ich einem Vitamin-D-Mangel vorbeugen?
Sich vermehrt im Sonnenlicht aufzuhalten ist wohl der beste und einfachste Weg, seinen Vitamin-D-Spiegel zu erhöhen. Im Idealfall sollten Sie pro Tag 15 bis 20 Minuten im natürlichen Sonnenlicht verbringen. Damit haben Sie ab jetzt auch immer eine gute Ausrede, um doch noch einen Strandurlaub zu buchen. Wenn es dazu nicht immer reicht, können Sie mehr Vitamin D auch über gewisse Lebensmittel aufnehmen. Besonders reichhaltig an Vitamin D sind Eigelb, fettreicher Fisch wie Lachs, Thunfisch und Makrele, Rinderleber, Pilze und angereicherte Lebensmittel (z. B. einige Getreide- und Milchprodukte).

Was kann ich beim Verdacht auf einen Vitamin-D-Mangel tun?
Wenn Sie denken, dass Sie an einem Vitamin-D-Mangel oder an einem erhöhten Risiko dafür leiden, sollten Sie Ihren Arzt um einen Test Ihrer Blutwerte bitten. Viele Menschen
haben von Zeit zu Zeit einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel (Insuffizienz), aber keinen chronischen Mangel. Von einem Vitamin-D-Mangel spricht man erst bei einer Menge von weniger als 25 nmol/l. Zeigt der Test einen erheblichen Mangel, helfen Vitamin-Präparate aus. Aber Achtung: Die Einnahme von zu viel Vitamin D kann unter Umständen zu einer Ansammlung von Kalziumim Körper und zu anderen gesundheitlichen Problemen führen. Prüfen Sie ausserdem, ob Ihre Krankenkasse die Kosten für Vitamin-D-Präparate übernimmt. Internationale Krankversicherungen übernehmen die Kosten nur bei einem chronischen Vitamin-D-Mangel, nicht aber bei gelegentlicher Insuffizienz, da diese sehr häufig vorkommt.

Dieser Beitrag erschien erstmals am 21. September 2018 auf dem Now Health Blog auf Englisch. © Now Health International - einer unser geschätzten langjährigen Partner im Bereich von internationalen Krankenversicherungsplänen.