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Zurück zum Blog 13.05.2019

Heuschnupfen Teil 2: Wo sind meine Tabletten?

Jetzt, da wir die Grundlagen aus dem Weg geräumt haben, werden wir über die Massnahmen sprechen, die Ihr ergreifen könnt, um Euren Zustand zu verbessern. Los geht's.

Welche Medikamente kann ich gegen Heuschnupfen verwenden?

Die bekanntesten Behandlungen zur Kontrolle der Heuschnupfen-Symptome und -Reaktionen sind Antihistaminika. Berücksichtigt jedoch, dass diese verschriebenen Behandlungen nicht den Zustand heilen, sondern die Symptome lediglich kontrollieren und lindern. Die meisten sind ohne ärztliches Rezept in Euren lokalen Apotheken abholbereit. Wenn Ihr also erst kürzlich die ersten Heuschnupfen-Symptome bemerkt habt, werden diese meistens vollkommen ausreichen. Diese Medikamente könnt Ihr auch gut mit intranasalen Steroid-Sprays kombinieren. Wenn Euer Heuschnupfen langsam aber sicher grössere Dimensionen annimmt, reichen Antihistaminika jedoch nicht mehr aus. An diesem Punkt habt Ihr leider die zweite Stufe erreicht. Das bedeutet, dass Ihr ab sofort ein Rezept von Eurem Arzt benötigt, um Medikamente mit stärkerem Wirkstoff zu erhalten. Ansonsten wird Euch die liebe Apothekerin an der Theke im Regen stehen lassen. Weil die meisten Antihistaminika den schlechten Ruf haben, Menschen schläfrig zu machen, haben in den letzten zwei Jahrzehnten immer mehr Alternativen den Markt erreicht, die diesen Effekt nicht länger mit sich tragen. So oder so wird wärmstens empfohlen, dass die Einnahme des Medikaments am besten nachts stattfindet, damit Ihr den unerwünschten Effekt wegschlafen könnt. Seid also nicht überrascht, wenn Ihr mit mehreren Fehlversuchen konfrontiert werdet, um das perfekte Medikament zu finden.

Wie kann ich präventiv mit Heuschnupfen umgehen?

1. Überwacht die Pollenvorhersagen täglich und versucht, so viel wie möglich in Innenräumen zu bleiben (in der Regel an wärmeren, trockenen Tagen). Regen wäscht Pollen aus der Luft, daher sollte deren Anzahl an kühleren Tagen geringer sein. Natürlich ist das leichter gesagt als getan, denn alleine das Pendeln zur Arbeit kann zu mühsamen Situationen führen. Die beste Lösung wäre, von zu Hause aus zu arbeiten. Ist Euch die Möglichkeit von Homeoffice gegeben, solltet Ihr diese in Betracht ziehen, Ihr Glückspilze! Wenn nicht, dann mein herzliches Beileid.

2. Stellt sicher, dass Ihr nach der Arbeit so schnell wie möglich unter die Dusche geht und vor allem Eure Haare und Kleidung sofort wäscht, besonders an pollenreichen Tagen.

3. Vermeidet es, Eure Kleidung draussen auf den Wäscheleinen zu trocknen, wenn der Pollenflug hoch ist.

In meinem nächsten Beitrag werde ich über Injektionen, Allergietests, alternative Medizin und Immuntherapie sprechen. Hier geht's zum nächsten und letzten Teil.

Daniel Fiorenza

Daniel Fiorenza

Content & Community Manager

Wenn ich einige meiner besten Qualitäten hervorheben müsste, dann wären es meine Schreibfähigkeiten, mein trockener Sinn für Humor, meine Direktheit und dass ich mich als Realist bezeichne, mit einem Hauch Optimismus. Wenn ihr nach mir sucht, findet ihr mich an der Kreuzung von „Game of Thrones“ und „K-Pop Musik“.