Zurück zum Blog 26.03.2019

​Heuschnupfen: ein satirischer Erfahrungsbericht

Zunächst wende ich mich an alle Personen, welche nicht unter Heuschnupfen leiden. Nehmt euch einen Moment Zeit, geht zum Fenster und öffnet es. Jetzt lasst die frische Frühlingsluft herein und atmet tief durch. Ich wette, ihr denkt euch jetzt: "Ach ist diese Frühlingsluft wunderbar!"

Nun, für viele Menschen die an Heuschnupfen leiden ist es leider nicht so. Wenn Ihr so Pech habt wie ich, werdet Ihr Eure Antihistaminika nicht mehr loslassen und die Tabletten wie Süssigkeiten essen. Wenn Ihr Glück habt, werden diese Euch weiterhelfen und Ihr werdet ein normaler Bürger sein können. Jedoch, falls Ihr aber wie ich an starken Heuschnupfen leidet, werdet Ihr wie ein Narr aussehen und anfangen häufig Euer Arzt anzurufen, weil Ihr schon alle Sorten von Medikamenten ausprobiert habt und nichts mehr hilft. Klingt nach einem Alptraum? Oh ja, das ist es.

Ihr werdet mit juckenden, roten und tränenden Augen dastehen. Ihr denkt, das war’s schon? Von wegen. Ich bin noch lange nicht fertig: Wie wäre es, wenn Ihr während dem Pendeln ins Büro wie ein Wahnsinniger niesen müsstet und alle Leute Euch anschauen, als ob Ihr vom Teufel besessen seid? Wollt Ihr mehr? Da habt Ihr mehr: Eine juckende Kehle, juckende Ohren und all das, während dem Ihr geschwollen und müde ausseht und Euch gleichzeitig dumm vorkommt. Ihr müsst Euch gerade für die glücklichsten Menschen der Welt halten und denken: „Gott sei Dank habe ich keinen Heuschnupfen." Ich will es ja nicht heraufbeschwören, aber wollt Ihr eine Horrorgeschichte hören? Meine Schwester sagte das auch immer. Und wisst Ihr, was geschehen ist? Im Alter von 35 Jahren wachte sie eines Tages auf und konnte nicht aufhören zu niesen. Sie hatte genug, ging zum Arzt und dieser verschrieb ihr zum ersten Mal Medikamente gegen Heuschnupfen. Ratet mal, wer als letztes gelacht hat? Ich.

Gern Geschehen. Ende.

Ich heisse Dan, bin Content Manager bei ASN und betreue den Blog auf insurance4u.ch. Und per Zufall leide ich auch an Heuschnupfen. Der perfekte Kandidat also, um über dieses Thema zu schreiben. An alle meine Leidensgenossen, keine Sorge! Nicht alles ist verloren. In dieser Heuschnupfen Saison werde ich Euch die Fakten über Heuschnupfen näher bringen: Was es ist, wie es verursacht wird, die dazugehörigen Symptome, verschiedene Behandlungsmethoden und andere nützliche Tipps. Vergesst nicht: Ihr seid nicht alleine. Wir leiden gemeinsam und werden die Heuschnupfen Saison überstehen!


Teil 1 – eine Einführung zum Thema Heuschupfen

Was ist Heuschnupfen und wann kommt er vor?
Heuschnupfen ist eine sehr häufige, allergische Reaktion, die normalerweise im Frühjahr und Sommer auftritt. In den letzten Jahren begannen jedoch immer mehr Menschen, bereits ab Mitte Januar an Heuschnupfen-Episoden zu leiden. „Januar?", werdet Ihr Euch fragen: „Aber es gibt ja nicht mal Blätter oder Blüten, geschweige denn Heu im Januar." Nun, das haben wir den höheren Temperaturen zu verdanken; Sträucher und Bäume beginnen nämlich früher zu streuen. "Na, vielen Dank globale Erwärmung!"

Heuschnupfen kann sowohl Erwachsene als auch Kinder betreffen. Das bedeutet: Obwohl Ihr bisher beschwerdefrei gelebt habt, kann das Leben Euch auch mit 35 Jahren einen Streich spielen und ehe Ihr Euch versieht, wacht Ihr eines Tages mit einer neuen „Freundin” namens allergischer Rhinitis auf. Gründe dafür können die heutige Umweltverschmutzung sein, das Leben in Grossstädten (wo Mutter Natur selten vorkommt) und die allgemeine Besessenheit von Sauberkeit in unserer Gesellschaft.

Was verursacht Heuschnupfen?
Die meisten Leute denken bei Heuschnupfen an eine triviale Kondition. Mit anderen Worten, sie denken, dass wir alle überreagieren. Dazu sage ich: Nein, wir machen keine Witze, das ist etwas Ernstes. Es ist bekannt, dass die allergische Rhinitis ernsthafte Auswirkungen auf die Lebensqualität von Betroffenen haben kann. Wie findet dies statt? In diesem Fall sind es nicht wir, die „überreagieren", wie viele sich denken würden, sondern die Immunreaktion unseres Körpers gegen Allergen-Quellen wie Pollen, Hausstaubmilben, Schimmel, Tierhaare, Speichel oder Hautschuppen. Da habt Ihr’s, wir werden uns sicherlich nicht für unser Immunsystem entschuldigen.

Wie werden diese Allergene transportiert?
Sie werden als Luft-Allergene bezeichnet, da sie in der Luft, die wir atmen, mitgeführt werden und die Nase, Augen, Hals und Lunge betreffen. Logischerweise ist es eher kontraproduktiv, wenn man Gegenstände berührt, von denen bekannt ist, dass sie diese Allergene enthalten und man seine Hand danach an Augen und Nase führt. Achtet also darauf, die Hände oft zu waschen und die Wohnung sauber zu halten.

Was sind die häufigsten Symptome?
Rhinitis ist mehrheitlich eine Entzündung der Nasenschleimhaut. Zu den häufigsten Symptomen zählen niesen, eine laufende oder blockierte Nase, Juckreiz und Schleim. Das unbewusste Schlucken dieses Schleims führt zu Husten und wenn dieser nicht behandelt wird, kann es sogar zu schweren Asthmaanfällen kommen. Achtet also darauf, dass Ihr diese Symptome nicht unbehandelt lasst. Ein weiteres nerviges Symptom ist ein juckender Gaumen. Vergebliche Versuche, das Jucken mit der Zunge zu lindern, können nach hinten losgehen und führen meistens zu juckenden Ohren. Ihr merkt es – ein Teufelskreis.

Weitere sehr bekannte Symptome sind juckende und tränende Augen, welche durch ständiges Reiben entzünden und erröten können. Wundert Euch also nicht, wenn der Verdacht gehegt wird, dass Ihr die ganze Zeit bekifft seid. Liebe Leser, viele von uns wünschten, es wäre so; denn das wäre definitiv um einiges angenehmer.

Ihr wollt mehr wissen? In unserem nächsten Beitrag werde ich über verschiedene Behandlungsarten, Allergietests und Immuntherapie/Desensibilisierung sprechen.

Daniel Fiorenza

Daniel Fiorenza

Content & Community Manager

Wenn ich einige meiner besten Qualitäten hervorheben müsste, dann wären es meine Schreibfähigkeiten, mein trockener Sinn für Humor, meine Direktheit und dass ich mich als Realist bezeichne, mit einem Hauch Optimismus. Wenn ihr nach mir sucht, findet ihr mich an der Kreuzung von „Game of Thrones“ und „K-Pop Musik“.