Zurück zum Blog 21.10.2019

Brustkrebs – 5 Dinge, die Du wissen musst

Es ist Oktober und somit Brustkrebsmonat. Dieser widmet sich vor allem der Früherkennung, Aufklärung und Forschung. Mit diesem Beitrag möchten wir Dir mehr Klarheit sowie Bewusstsein und Verständnis für dieses Thema verschaffen.

1. Kenne die Risikofaktoren

Um eine frühzeitige Erkennung von Brustkrebs zu garantieren, ist es essenziell, die Risikofaktoren zu kennen.


Als Erstes solltest Du unbedingt Deine Krankengeschichte kennen. Hat zum Beispiel einer Deiner Verwandten ersten Grades eine Vorgeschichte mit der Krankheit, besteht für Dich automatisch ein höheres Risiko.


Zweitens solltest Du Dich über die Dichte Deiner Brüste informieren – oder anders gesagt über das Verhältnis von Fett- zu Nicht-Fettgewebe. Dies ist wichtig, weil Frauen mit sehr dichten Brüsten sechsmal häufiger Brustkrebs entwickeln können. Zudem sind bei grosser Dichte Tumore viel schwieriger zu erkennen.

Zuletzt ist es wichtig zu wissen, dass das Brustkrebsrisiko bei Frauen mit zunehmendem Alter, insbesondere bei Frauen über 50 Jahren, enorm ansteigt. Solltest Du Dir also unsicher über das Risiko sein oder bemerken, dass dieses nun höher ausfällt, empfehlen wir Dir wärmstens, Deinen Hausarzt aufzusuchen.


2. Untersuche Dich regelmässig

Die meisten Frauen sind sich bewusst, dass sie ihre Brüste regelmässig abtasten und untersuchen sollten. Doch worauf sollte man dabei genau achten?

Wann?

Die Norm ist, die Brüste ab dem 20. Lebensjahr monatlich zu untersuchen. Da sich die Brüste einer Frau während der Menstruation verändern können und meistens geschwollen und überempfindlich sind, ist es ratsam, sich erst eine Woche nach der Periode abzutasten. Frauen in der Menopause sollten sich routinemässig jeweils Anfang des Monats untersuchen.


Wo?

Die meisten Frauen finden es am einfachsten, sich während des Duschens oder vor einem Spiegel zu untersuchen. Allerdings ist es dennoch ratsam, die Brüste auch im Liegen abzutasten, da kleinere Knoten im Stehen schwieriger zu erkennen sind.


Wie?

Es ist wichtig, nicht nur die Brust, sondern auch Deine Achseln und Dein Schlüsselbein zu untersuchen. Nutze dazu Deine Fingerkuppen und bewege sie in einer kreisenden Bewegung von aussen nach innen. Während Du Deine Brüste nach Knoten abtastest, solltest Du ausserdem nach visuellen Veränderungen Ausschau halten. Stemme dazu die Arme einmal in die Hüften und halte sie einmal über den Kopf. Schritt-für-Schritt-Guides findest Du auf Webseiten wie National Breast Cancer Foundation oder Breast Cancer.org.


Es empfiehlt sich ausserdem, im Alter von 20 bis 40 Jahren eine jährliche Untersuchung beim Arzt durchzuführen. Im Alter von 40 bis 50 Jahren, wenn das Risiko am höchsten ist, sollte eine jährliche Mammografie gemacht werden. Hier handelt es sich um eine Röntgenaufnahme der Brüste. Dein Hausarzt kann Dich hierzu informieren, wann und wie dies zu regeln ist.

3. Warnhinweise kennen und beachten

Wenn Du Deine Brüste regelmässig untersuchst, ist es wichtig zu wissen, wonach man genau suchen muss. Hier findest Du sechs Warnhinweise, die Du beachten solltest.

  1. Eine Veränderung in der Grösse oder Form der Brust.
  2. Ein Knoten oder eine Region, die sich fester anfühlt als der Rest der Brust (mit oder ohne Schmerzen).
  3. Eine Veränderung des Aussehens oder Anfühlens der Haut, z. B. Falten- oder Grübchenbildung (wie Orangenhaut).
  4. Eine Veränderung der Position der Brustwarze, etwa wenn diese in eine andere Richtung zeigt oder nach innen gezogen ist.
  5. Ein Ausschlag oder eine Rötung rund um die Brustwarze.
  6. Jegliche Art von Ausfluss aus der Brustwarze.
Solltest Du irgendwelche dieser Symptome verspüren, dann suche sobald wie möglich Deinen Arzt auf. Wenn Du einen Knoten oder Schmerzen in der Brust hast, bedeutet dies noch lange nicht, dass Du Brustkrebs hast; die Symptome können auch durch andere körperliche Veränderungen verursacht werden. So oder so solltest Du Dich aber schnellstmöglich von einem Arzt checken lassen. Früherkennung ist das A und O.


4. Lebe gesund

Wie bei allen Formen von Krebs ist Prävention besser als jede Heilung. Obschon die Ursachen für Krebs noch nicht vollständig bekannt sind, weiss man heutzutage, dass regelmässiger Sport und eine gesunde Ernährung das Risiko von Krebs stark senken können.


Natürlich ist eine ausgewogene Ernährung sowie das Vermeiden von Rauch- und Alkoholkonsum sehr gesundheitsfördernd. Einige Ärzte empfehlen Kreuzblütler wie Brokkoli, Blumenkohl und Grünkohl sowie antioxidativ wirksame Früchte wie Heidelbeeren und Himbeeren; sie sind gut für die Erhaltung der Brustgesundheit.

5. Nicht nur Frauen leiden an Brustkrebs

Die meisten Menschen denken, Brustkrebs sei eine Frauenkrankheit. Dem ist nicht so: Brustkrebs kann sich bei Männern genauso entwickeln. Obwohl die Krankheit eher selten vorkommt, ist sie dennoch auch für Männer sehr ernst. Eines der häufigsten Symptome bei Männern ist ein – oftmals schmerzloser – Knoten neben der Brustwarze. Männer sollten aber unbedingt auch nach Ausfluss, Schmerzen neben der Brustwarze und nach Schwellungen unter den Armen Ausschau halten.

Dieser Beitrag erschien erstmals am 30. September 2019 auf dem Now Health Blog auf Englisch. © Now Health International - einer unser geschätzten langjährigen Partner im Bereich von internationalen Krankenversicherungsplänen.

Daniel Fiorenza

Daniel Fiorenza

Content & Community Manager

Wenn ich einige meiner besten Qualitäten hervorheben müsste, dann wären es meine Schreibfähigkeiten, mein trockener Sinn für Humor, meine Direktheit und dass ich mich als Realist bezeichne, mit einem Hauch Optimismus. Wenn ihr nach mir sucht, findet ihr mich an der Kreuzung von „Game of Thrones“ und „K-Pop Musik“.