Zurück zum Blog 31.10.2018

​Bewegung – die beste Medizin von allen?

Wir leben immer länger. Aber leben wir auch gesünder? Krebs, Herzerkrankungen, Schlaganfälle, Diabetes und Co. gehören heute in vielen Ländern zu den häufigsten Todesursachen. Glücklicherweise besitzt jeder von uns einen körpereigenen Arzneischrank, um chronischen Krankheiten vorzubeugen.

Wer regelmässig Sport treibt und ins Schwitzen kommt, fühlt sich nicht nur gesünder, sondern ist es tatsächlich auch: Denn Sport wirkt sich nicht nur positiv auf Gewicht, Kraft, Balance und Beweglichkeit aus, durch ausreichend Bewegung vermindert sich sogar nachweislich das Risiko, an einer chronischen Krankheit zu erkranken. Erfahren Sie hier, wie ein aktiver Lebensstil drei der häufigsten Volkskrankheiten beeinflusst und wie Sie selbst an stressigen Tagen Bewegung in den Alltag bringen.

Dem Krebs davonlaufen
Die positiven Effekte, die Sport auf die wohl meistverbreitete Volkskrankheit hat, wurden lange unterschätzt. Heute ist aber statistisch belegt, dass sportlich aktive Menschen um 20 bis 30% seltener an Brust-, Prostata- und Dickdarmkrebs erkranken als inaktive. Das liegt daran, dass regelmässiges Training einen Einfluss auf biologische Vorgänge hat, die bei der Entstehung von Krebs beteiligt sind. Noch dazu ist das Sterberisiko bei sportlich aktiven Krebspatienten um einiges geringer als bei passiven, die Auswirkungen einer Chemotherapie können gemildert werden und das Rückfallrisiko sinkt.

Sport hält nicht nur den Körper fit…
… sondern auch das Gehirn. Es gibt bis heute noch kein wirksames Medikament, das uns vor einer Demenz schützen kann. Durch regelmässige körperliche Aktivität können Sie aber das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, um über 20% senken. Es ist erwiesen, dass vor allem Ausdauertraining zu einem Wachstum jener Gehirnareale führt, die für die Gedächtnisleistung zuständig sind. Wer bereits an Demenz erkrankt ist, kann das Fortschreiten der Krankheit mit regelmässiger Bewegung sogar verlangsamen. Also los, bleiben Sie in Bewegung und bringen Sie Ihr Gehirn auf Touren.

Herz-Kreislauf-System: Schonen ist die falsche Taktik
Wenn es darum geht, das Herz leistungs- und widerstandsfähiger zu machen, spielt sportliche Aktivität ebenfalls eine wichtige Rolle. Die positiven Einflüsse von Sport auf Herz und Kreislauf sind wissenschaftlich erwiesen: So hilft Bewegung etwa bei der Gewichtskontrolle, senkt den Blutdruck und die Cholesterinwerte und beugt Arterienverkalkung vor. Die Mehrheit der frühzeitigen Herzerkrankungen und Schlaganfälle könnte mit Hilfe eines gesunden Lebensstils mit ausreichend Bewegung sogar verhindert werden.

Tipps für mehr Bewegung im Alltag
Soweit die Theorie. Klingt ganz vielversprechend und motiviert zu mehr Sport im Alltag. Die Realität macht einem jedoch oft einen Strich durch die Rechnung. Vielen fällt es schwer, sich nach einem langen Arbeitstag zu überwinden, die Sportschuhe zu schnüren und laufen zu gehen. Doch keine Angst, Sie müssen nicht jeden Tag joggen, schwimmen oder Fahrradfahren – es hilft auch einfach mehr Bewegung im Alltag einzubauen; denn jede Bewegung ist besser als keine Bewegung. Wer also keine Zeit für eine tägliche Joggingrunde oder den Besuch im Fitnessstudio hat, kann mit folgenden Tipps trotzdem fit bleiben und zur eigenen Gesundheit beitragen:

  • Parkieren Sie Ihr Auto einmal etwas weiter weg oder steigen Sie eine Station vor dem eigentlichen Ziel aus dem öffentlichen Verkehrsmittel aus, um den Rest zu Fuss zu gehen.
  • Wer einen kurzen Arbeitsweg hat, kann diesen auch mit dem Fahrrad oder laufend zurücklegen – nicht nur Ihr Körper, sondern auch die Umwelt dankt es Ihnen.
  • Besorgen Sie sich einen Schrittzähler und versuchen Sie, jeden Tag mindestens 10‘000 Schritte zurückzulegen. Wer dieses Ziel am Abend noch nicht erreicht hat, kann die Couch auch mal durch einen abendlichen Spaziergang ersetzen.
  • Für ein kurzes und knackiges Training bleibt immer Zeit, auch wenn es nur sieben Minuten sind.
  • Treppe oder Aufzug? Ganz klar Treppe!
  • Verabreden Sie sich lieber zum gemeinsamen Sport oder Spaziergang – nicht zum Kaffeetrinken.
  • Für alle TV-Junkies: Nutzen Sie die Werbepausen für ein bisschen Bewegung zwischendurch. Ein paar Liegestütze, Kniebeugen und Rumpfbeugen passen in jede noch so kurze Werbepause.

Jetzt liegt es an Ihnen: Überwinden Sie den inneren Schweinehund und bleiben Sie gesund – denn wie heisst es so schön: „Wer rastet, der rostet.“